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Lehrgang

Diplomlehrgang zur Interdisziplinären Frühförderung und Familienbegleitung.
Der Lehrgang umfasst sechs Semester und qualifiziert die Teilnehmer/-innen für die berufliche Ausübung von Frühförderung und Familienbegleitung. Er vermittelt Personen mit einem abgeschlossenen Universitätsstudium der Pädagogik oder Psychologie oder mit einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung aus einem heilpädagogischen, psychologischen, medizinischen oder sozialen Bereich jene theoretischen und praktischen Kenntnisse, die sie dazu befähigen, Familien mit Kleinkindern (im Alter von null Jahren bis zum Schuleintritt), die in ihrer Entwicklung gefährdet, entwicklungsverzögert oder behindert sind, zu betreuen und die Kinder speziell zu fördern. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die Betreuung von Kindern und Familien innerhalb ihres familiären Umfelds ein.

Neben theoretischen Grundlagen aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Psychotherapie, Medizin, Soziologie und Sozialarbeit wird im Lehrgang vor allem auf Beratungskompetenz und Persönlichkeitsbildung Wert gelegt. Der Lehrgang ist durch einen umfangreichen Praxisteil gekennzeichnet. Da Inhalte und Struktur des Lehrgangs laufend überarbeitet werden, sind Änderungen vorbehalten. 

- Zielgruppe
- Aufnahmekriterien
- Lehrgangsziel
- Didaktische Prinzipien
- Methoden
- Aufbau

- Einblick in die Lehrgangsinhalte
Referenten/-innen

- Prüfung
- Berufsbezeichnung/Abschluss
- Lehrgangsumfang

- Dauer
- Ort
- Kosten
      Zahlungsweise
      Stornobedingungen
      Förderung
- Informationsveranstaltungen
- Termine
- Aufnahmeverfahren




Zielgruppe
Der Lehrgang richtet sich an Personen, die sich der besonderen Aufgabe widmen wollen, Kinder im häuslichen Umfeld oder ambulant in ihrer Entwicklung zu unterstützen und Familien dahingehend zu begleiten, ihren ganz persönlichen Weg zu finden und zu gehen. Angesprochen sind dabei Personen, die in der Frühförderung und Familienbegleitung arbeiten möchten bzw. schon in der Frühförderung und Familienbegleitung arbeiten und Interesse haben, ihre Erfahrungen und Kenntnisse einzubringen und gleichzeitig auf eine fundierte Basis zu stellen, um Handlungskompetenz für den Berufsalltag zu entwickeln bzw. zu erweitern.



Aufnahmekriterien
Alter: ab 23 Jahren
Berufsausbildung: abgeschlossene Berufsausbildung im pädagogischen, psychologischen, medizinisch-therapeutischen, psychotherapeutischen oder sozialen Bereich, oder Diplomstudium der Psychologie, Pädagogik, Sozialpädagogik
Berufserfahrung: zwei Jahre einschlägige Praxis


Lehrgangsziel
Der berufsbegleitende Ausbildungslehrgang für Interdisziplinäre Frühförderung und Familienbegleitung hat zum Ziel, theoretische und praktische Kenntnisse zu vermitteln, die befähigen, Kinder mit Behinderung oder Entwicklungsverzögerung sowie Kinder mit erhöhtem Entwicklungsrisiko und deren Familien fachlich zu begleiten. Neben pädagogisch-didaktischen Inhalten und theoretischen Kenntnissen aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Psychotherapie, Medizin, Soziologie und Sozialarbeit, liegt der Schwerpunkt der Ausbildung vor allem im Bereich der Beratungskompetenz und Persönlichkeitsbildung.

Die Frühförderung und Familienbegleitung arbeitet unter Bedachtnahme des ganzheitlich-systemischen Blickwinkels, um die familieneigenen Ressourcen zu finden und zu stärken und somit die wechselseitigen Beziehungen im Familiensystem zu unterstützen. Dieser Ansatz wirkt positiv auf die Entwicklung des Kindes.


Didaktische Prinzipien
- Begreifen und Erfahren des Kindes als ein nach Autonomie strebendes biologisches, soziales und psychologisches Wesen
- Erfahren des Umfeldes des Kindes, insbesondere des Systems "Familie"
- Erfahren von fachspezifischen Theorien und deren Bedeutung für die Praxis als Frühförderer/-in und Familienbegleiter/-in
- Praktische Umsetzung der Lerninhalte und Feedback
- Handlungs- und Erfahrungsorientierung
- Selbstevaluation/-reflexion
- Supervision



Methoden
- Theoretische Inputs, Übungen, Trainings mit Feedbacks, Arbeit an Fallbeispielen, Lernpartnerschaften und Praxisbegleitung als modellhafte Form des Lernens
- Die Seminarblöcke haben unterschiedliche Charaktere, die u.a. folgende Arten von Lerngelegenheiten bieten:
  Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, aktuellen Entwicklungen, praxisorientierten Handlungsfeldern und deren Transfer in den Berufsalltag, Reflexion und Weiterentwicklung des persönlichen Fördermodells, Zeit und Beratung für komplexere Gruppen- und Reflexionsaufgaben  



Aufbau
Der Lehrgang setzt sich wie folgt zusammen:
(a) Seminare
(b) Vor- bzw. Seminarnachbereitung
(c) Hospitation

(d) Praktikum
(e) Supervision
(f) Peergroup

(g) Schriftliche Abschlussarbeit
(h) Prüfung/Abschluss

 

a) Seminare

Diese unterteilen sich in inhaltliche-theoretische Seminare, persönlichkeitsbildende Seminare, vorrangig praxisorientierte Seminare und Organisationsseminare. Die Organisationsseminare dienen dem Austausch mit der Lehrgangsleitung für strukturelle, prüfungstechnische u.a. Belange. Die Seminare finden einmal im Monat über die gesamte Lehrgangszeit statt (33 Seminare). Der Großteil der Seminare dauert zwei Tage. Rund zehn Seminare sind dreitägig.

 


b) Vor-bzw. Seminarnachbereitung
In manchen Seminaren erhalten die Teilnehmer/-innen von den jeweiligen Referenten/-innen Aufgabenstellungen zur selbstständigen Vorarbeit. Nach jedem Seminar wird eigenständig eine Reflexion des im Seminar Erlebten und Erfahrenen erstellt, um den Transfer bestmöglich zu gewährleisten.

 

 

c) Hospitation
Die Hospitation ermöglicht einen fundierten Einblick in das gesamte Spektrum der Frühförderung und Familienbegleitung. Erfahrungen werden dabei bezüglich der Förderung des Kindes, der Begleitung der Eltern, sowie der professionellen Vor- und Nachbereitung gesammelt. Die Hospitation findet ausschließlich an einer Frühförderstelle statt. Unter einer Frühförderstelle wird eine Einrichtung verstanden, die interdisziplinäre Frühförderung und Familienbegleitung für Kinder im Alter von der Geburt bis zum Schuleintritt anbietet. Die Frühförderer/-innen und Familienbegleiter/-innen führen ihre Einheiten im häuslichen Kontext der Familie durch.

 

d) Praktikum
Das Praktikum findet an einer für Familien relevanten Stelle statt (Beratungsstellen, Ergotherapie, Integrationskindergarten, …). Dies kann auch zusätzlich zur Hospitation eine Frühförderstelle sein. Gewährleistet wird dadurch die Auseinandersetzung mit dem System Familie und mit dem interdisziplinären Netzwerk, in dem sich sowohl das Angebot der Frühförderung und Familienbegleitung als auch die Familien selbst befinden. Das Praktikum umfasst 250 Einheiten und soll auf die Lehrgangsdauer verteilt absolviert werden. Damit wird auch dem Umstand Rechnung getragen, dass der Großteil der Lehrgangsteilnehmer/-innen über eine umfangreiche Berufserfahrung in unterschiedlichen Disziplinen verfügt.


e) Supervision
Die Supervision findet wie folgt statt:
- Supervision in der eigenen Arbeitsstelle (30 EH)
- Gruppensupervision im Rahmen des Lehrgangs (8 EH)
- Einzelsupervision außerhalb der Arbeitsstelle und des Lehrgangs, selbständig organisiert und finanziert (9 EH)


f) Peergroup
In der Arbeit in den Peer Groups (6 x 6 EH) werden Lehrgangsinhalte gemeinsam reflektiert und auf einen Praxisfall hin adaptiert.


g)
Schriftliche Abschlussarbeit
Die Abschlussarbeit dient der intensiven inhaltlichen und theoretischen Auseinandersetzung im Kontext der Frühförderung und Familienbegleitung.


h) Prüfung/Abschluss
Die Prüfung besteht aus der Präsentation der Abschlussarbeit und einem kommissionellen Prüfungsgespräch.



Einblick in die Lehrgangsinhalte

Persönlichkeitsbildung und Begleitkompetenz
- Vorstellung und Vermittlung unterschiedlicher Begleitkonzepte unter dem Aspekt psychologischer und psychotherapeutischer Ansätze
- Selbsterfahrungselemente und Angebote zur Psychohygiene
- Supervision, Arbeit in der Peergroups, Teamarbeit, Trauerarbeit
- Einführung in die Methodik systemischer Beratung, Gespräche im Förderprozess und Förderverlauf
- Vertiefung der Kommunikationstechniken in Hinblick auf die Begleitung der Familie
- Familienrekonstruktion, Familienaufstellung
- Traumatisierte Kinder, Signale der Kinder verstehen
- Verhaltenstherapeutische Grundlagen
- Systemisch-familientherapeutische Interventionstechniken
-  Entwicklung der Frühförderung und Familienbegleitung als System
-  Aktuelle Inhalte und Tendenzen der Frühförderung und Familienbegleitung als System


Medizin

- Schwangerschaft, Embryologie, Geburt
- Pränatale und perinatale Entwicklung des Kindes
- Pflege und Ernährung des Säuglings
- Frühgeburtlichkeit und Mutter-Kind-Beziehung
- Neuropädiatrische Erkrankungen, Untersuchungstechniken
- Medizinische Fallbesprechungen



Frühkindliche Entwicklung im Kontext von Familie und Gesellschaft aus Sicht der Psychologie, Medizin, Pädagogik und Soziologe

-
Entwicklungspsychologie:
Entwicklung der Emotionen, Ich-Strukturen, Coping-Mechanismen, Entwicklung der Wahrnehmung, Intelligenzentwicklung
- Der Mensch und soziale Prozesse


Einblick in medizinisch-therapeutische Angebote und Interventionstechnik im Beratungs- und Familienbegleitungskontext
- Einblick in Physiotherapie, Ostheopatie und andere ergänzende Therapien
- Ergotherapie, Sensorische Integration
- Logopädie und Sprachanbahnung
- Musikpädagogische Angebote
- Spiel- und Fördermaterial
- Beobachtung und Screening
- Dokumentation


Einblick in spezielle Förderkonzepte
- Hörfrühförderung
- Sehfrühförderung
- Basale Kommunikation - Kinder mit schwerer Behinderung
- Arbeit mit Risikofamilien
- Arbeit mit Migrantenfamilien
- Arbeit mit Geschwistern


Wissenschaft und Forschung im Bereich der Frühförderung und Familienbegleitung
Rechts – und Berufskunde
- Kinder- und Jugendhilfe                                                       
- Jugendanwaltschaft


Diese Inhalte werden in den einzelnen Seminaren vermittelt. Die konkrete Seminarbeschreibung wird in angemessener Zeit vor dem jeweiligen Seminar ausgegeben.

 

Referenten/-innen
Die Referenten/-innen sind jeweils Experten/-innen in den entsprechenden Fachgebieten. Mediziner/-innen, Psychologen/-innen, Pädagogen/-innen und Therapeuten/-innen aus dem In- und Ausland vermitteln fundierte und praxisnahe Inhalte. Unter anderem werden im Lehrgang folgende Personen unterrichten:Irene Goltsche, Mag. Claudia C. Lohinger, Dr. Katharina Kruppa, Thomas Feilbach, Dr. Rüdiger Opelt, Prof. Dr. Manfred Pretis, Dr. Hans Weiß, Mag. Robin Menges u.v.m.


Prüfung
- Präsentation der Abschlussarbeit
- Kommissionelles Prüfungsgespräch

 

Voraussetzungen für den Prüfungsantritt:
- 85 % Anwesenheitspflicht in den Seminaren
- Studienbuch mit folgenden Belegen: Nachweis der zu leistenden Praktika, Supervisionen, Hospitationen, Seminarnachbereitungen, Peergroup-Arbeit
- Vorlage der beurteilten Abschlussarbeit

 


Berufsbezeichnung/Abschluss
Alle Teilnehmer/-innen schließen mit dem Diplom Interdisziplinäre Frühförderung und Familienbegleitung der BIFF West Akademie für Soziales ab. Von der BIFF West Akademie wird der Titel "Interdisziplinäre/-r Frühförderer/-in und Familienbegleiter/-in" vergeben.


Zertifizierung durch Systemcert
Zusätzlich kann ein staatlich anerkanntes Personenzertifikat der Zertifizierungsstelle Systemcert beantragt werden. Mit diesem erlangt man die Bezeichnung "Zertifzierte/-r Frühförderer/-in und Famileinbegleiter/-in" (siehe www.systemcert.at). Die zusätzlichen Kosten sind von den Teilnehmer/-innen selbst zu tragen.




Lehrgangsumfang
THEORIE (inkl. OS): 781 EH
SEMINARNACHBEREITUNG: 150 EH

PRAKTIKUM: 250 EH

HOSPITATION: 70 EH

SUPERVISION: 47 EH

PEER-GROUP: 36 EH

INDIVIDUELLE VERTIEFUNG: 45 EH


Gesamtstunden: 1379 EH

 


Dauer
- 16. März 2018 bis Frühjahr 2021 (Prüfung im Juni 2021)
- 1379 EH (1 EH = 45 Minuten)
- sechs Semester, berufsbegleitend
- ein geblocktes Seminar pro Monat (vorwiegend Fr/Sa, vereinzelt Do-Sa oder Fr-So)


Ort
BFI Tirol, Ing.-Etzel-Straße 7, 6010 Innsbruck
vereinzelt auch außerhalb von Nordtirol


Kosten
EUR 8.950,-
(inkl. Skripten, exkl. Aufnahme- und Prüfungsgebühr, exkl. Kosten für Einzelsupervision, exkl. Verpflegungs- und evt. Übernachtungskosten)
Aufnahmegebühr: EUR 60,-
Prüfungsgebühr: EUR 300,-


Zahlungsweise
Die erste Rate ist inkl. der Aufnahmegebühr bis spätestens 30 Tage vor Beginn des Lehrgangs einzuzahlen. Die Prüfungsgebühr wird vor Prüfungsantritt bezahlt.
Die Stornobedingungen entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter "Wissenswertes".


Förderung
Über eine eventuelle Förderung informieren Sie sich bitte im Büro der BIFF West Akademie.
Tipp: Das AMS vergibt Individualförderungen an Wiedereinsteigerinnen, Arbeitnehmerinnen ab 45 J., Arbeitssuchende... (Informationen bitte direkt beim jeweiligen AMS einholen).

Informationsveranstaltungen
Ort und Termine werden auf der Homepage bekannt gegeben: www.biff-west.at
Sie können auch eine individuelle Information und Beratung in Anspruch nehmen.

 

Termine
16. März 2018 - Frühjahr 2021

Prüfung im Juni 2021
Die einzelnen Termine werden noch bekannt gegeben.

 

Aufnahmeverfahren/Anmeldung
Bewerbungsunterlagen werden im Büro der BIFF West Akademie ab sofort entgegengenommen: schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf, Foto, Zeugnisse, Nachweis einer oben genannten abgeschlossenen Berufsausbildung, Studium, Praxisnachweise, Motivationsschreiben

Aufnahmegespräch: persönliches Gespräch zur Orientierung und Abklärung der Eignung; anschließend erfolgt nach Rückmeldung der BIFF West Akademie die schriftliche und verbindliche Anmeldung.

Bewerbungen können jederzeit eingebracht werden. Die Reihung erfolgt nach dem Anmeldezeitpunkt.
Anmeldeschluss: 6. Januar 2018


 


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